Die Küchlermeister in der Pfefferkuchenbackstube
Die oft jahrhundertealten, bestens gehüteten Pfefferkuchenrezepturen und das handwerkliche Können der Pfefferküchlermeister ergeben den unverwechselbaren Geschmack der bekannten Pulsnitzer Pfefferkuchen.
Den Weg in den Pfefferkuchenteig finden dabei nur erlesene Rohstoffe und ausgesuchte Zutaten, wie z. B. die exotischen Gewürze, beste Mandeln und Haselnüsse sowie Orangeat und Zitronat. Diese werden dem Teig aber erst nach seiner zwei bis dreimonatigen Reifezeit beigegeben. In dieser ruht der Lagerteig, welcher aus Weizenmehl, Roggenmehl, Bienenhonig und Zuckersirup besteht, in Buchenholzbeuten. Dabei „reift“ der Grundteig und erhält dadurch seine Bindigkeit, Backfähigkeit sowie sein kräftiges Aroma.
Die Aufarbeitung der Pfefferkuchen ist dabei trotz moderner maschineller Unterstützung auch heute noch zu einem sehr großen Teil aufwendige Handarbeit um die Gebäckqualität gewährleisten zu können. So werden sämtliche Kuchen von Hand ausgestochen, mit Mandeln belegt oder nach dem Backen von Hand gefüllt, glasiert und verpackt. Das geübte Auge und das Gefühl der Küchlermeister ist hierbei bei jedem Herstellungsschritt unverzichtbar. Mit dem ständigen Zimtduft um die Nase überprüfen die Künstler der Backstube die Qualität ihres Traditionsgebäckes tagtäglich mit einer kleinen Verkostung. Wer will es ihnen bei dieser Versuchung auch verübeln?


