Der Pfefferkuchen
… ist ein uraltes, schon im Jahre 70 n. Chr., mit Honig gebackenes, süß-würziges Gebäck. Sämtlicher Pfefferkuchenteig wird in Buchenholzbeuten gelagert und kann erst nach seiner ausreichenden Reifung verknetet und verbacken werden um danach mit hochwertigen Überzügen und Füllungen veredelt zu werden.
Die Firma Georg Gräfe verwendet hierbei nur hochwertigste Zutaten, wie z. B. besonders fruchtige Konfitüren der Extraklasse, beste Zartbitterschokolade sowie erlesene Mandeln und Haselnusskerne. Die Mischung der exotischen Gewürze bleibt dabei bis heute streng gehütetes Familiengeheimnis. Wohl kaum eine andere Gebäckspezialität lässt durch seinen aromatischen Duft und Geschmack so viele Erinnerungen wach werden, wie die guten Pfefferkuchen und Lebkuchen.
Pfefferküchlerhandwerk
Pulsnitz ist weithin bekannt als Deutschlands „Pfefferkuchenstadt“.
Bereits im Jahr 1355 wurde dem Ort durch Kaiser Karl IV. die Marktgerechtigkeit verliehen. In einer Innungsurkunde vom 1. Januar 1558 wurde den Bäckern erstmalig das Recht erteilt, Pfefferkuchen zu backen.
Dieser erhielt seine Bezeichnung, weil damals noch alle fremdländischen Gewürze unter dem Sammelbegriff „Pfeffer“ zusammengefasst wurden. Durch den Pulsnitzer Bäcker und Küchler Tobias Thomas, der in Thorn seine Backkunst bereicherte, erhielt die hiesige Pfefferküchlerei um 1745 einen bedeutenden Aufschwung. Bisher trotze unser Handwerk dabei jeglicher Staatsform in seiner über 450 jährigen Geschichte.
Seit 1. April 1998 gilt die novellierte deutsche Handwerksordnung. In deren Anlage A fanden die Pfefferküchler endlich Ihren verdienten Platz und sicherten damit den Fortbestand weiterer Pfefferküchlermeister-Generationen in Pulsnitz.

